Tutanchamun und seine Frau Anchesenamun, 18. Friedrich Pullmann ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und weiß, dass sich viele Frauen an prominenten Vorbildern orientieren: "Wunschbilder werden bei Brustvergrößerungen gerne mitgebracht, anhand einer Computersimulation wird dann zusammen das mögliche Ergebnis besprochen." [60] Im Gegensatz zum Rokoko galt Schminke (Make-up) als moralisch bedenklich, was sich erst wieder in den 1920ern ändern sollte. Männliche und weibliche Schönheitsideale wandeln sich mit der Zeit, nehmen auf einander Bezug und gleichen sich zumindest teilweise aneinander an. Langsam wird es Zeit, die Ideale, die seit der Kindheit in unseren Köpfen verankert sind, zu verabschieden. Bereits in der Frührenaissance (15. 1950 wirklich durchsetzen konnte – nicht zuletzt wegen der ebenfalls für größere Bevölkerungsschichten ganz neuen Sitte, in den Urlaub zu fahren, und in der Sonne einem (luxuriösen) Müßiggang zu frönen. Auch die österreichische Kaiserin „Sissi“ betrieb einen wahren Schönheitskult, der viele Stunden am Tag beanspruchte, und sowohl rigide Diäten (z. T. mit Ochsenblut) als auch exzessiven Sport beinhaltete, der besonders für eine Frau ihrer Zeit vollkommen ungewöhnlich war. Dezember 2020 um 00:03 Uhr bearbeitet. Jahrhundert weniger viel sichtbar als jemals zuvor. Statuen. Es hat sich schon seit dem 20. Wenn wir aber genauer hinsehen, stellen wir fest, dass es in jeder Gesellschaft bestimmte Schönheitsideale gibt. Es gibt verschiedene Gründe, die zu Magersucht führen können, aber mitwirkend sind dabei auch persönliche Charakteristiken. Allein das Frisieren und Flechten ihrer knielangen Haarpracht zu einer sehr individuellen aufwendigen Frisur dauerte 2 Stunden. B. extreme Wespentaille bei Korsetten) führen oder gehen sogar bis zur Verstümmelung der betroffenen Personen (Füßebinden, weibliche Genitalverstümmelung). [21] Nun wandelte sich vor allem das männliche Schönheitsideal und glich sich stärker dem weiblichen an als bisher. Jhdt. Warum wollen wir das alles? nefer: schön, vollendet, präsent, leibhaftig) nicht nur mit äußerlichen Merkmalen verbunden, sondern ebenso mit innerer Vollkommenheit und Tugendhaftigkeit (Ma’at). Das kann sich im Alltag in … Barbara Villiers war die berühmteste Maitresse Charles II. Es war jedoch um 1900 sehr ungewöhnlich, dass ein europäischer Maler eine dunkelhäutige polynesische Frau wie in Gauguins Te arii vahine praktisch als Venus darstellte. Das nun aufkommende Schönheitsideal sowohl bei Frauen als auch bei Männern ist anatomisch stimmiger als in der Gotik und entspricht vor allem auch den antiken Idealen – zumindest in der Kunst bleibt dies abgesehen von individuellen Abwandlungen und Idealen auch so bis weit ins 19. 1990 wieder wesentlich bunter geworden als zwischen ca. Hinzu kommt die Durchmischung auch der europäischen Länder mit Emigranten verschiedenster Herkunft. [71] In südlicheren Ländern wie Spanien oder Portugal verwendete man Sonnenschirme noch mindestens bis 1960. Das Ideal der extremen Kurven bei gleichzeitiger 'Superschlankheit' dieser Männer-Idole war allerdings für die normale Frau nicht erreichbar – die sich mit dem leicht vulgären Image der fast ausschließlich auf Sexualität und Verführung von Männern ausgerichteten Sexbombe meist auch gar nicht identifizieren konnte oder wollte.[75]. Chr., NY Carlsberg Glyptothek, Kopenhagen. (Berlin), Reliefdarstellung von Echnaton und Nofretete (Kairo), Statue des Hemiunu im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, Nofretete, gelber Quarzitkopf Berlin 21220. Jahrhundert ist auch der oben beschriebene Fall der Kaiserin Sissi bekannt (siehe oben). Da in der Mode-Branche auch mit Körpermaßen für Brust-, Taillen- und Hüftumfang in Zentimeter gearbeitet wird, kam für Frauen ein 'Ideal' auf, das manchmal mit der Formel 90-60-90 umschrieben wird (gerechnet auf ca. Das eigene Aussehen ist gerade heute bis zu einem gewissen Grade eine Sache der Wahl. Ab Mitte des 17. Schönheitsideale lauern aber auch an jeder Ecke. [27] Die mittelalterliche weibliche Schönheit hatte eine weiße Haut – allein deshalb, weil Frauen normalerweise zuhause waren, und die Farbe weiß Reinheit, Keuschheit und Jungfräulichkeit symbolisiert –, dabei rosa Wangen und einen eher kleinen, roten Mund. 1. Zu diesen zählt etwa eine makellose Haut. Es gibt zudem einen Unterschied zwischen repräsentativen Königsdarstellungen, die stark formalisiert und idealisiert waren, und solchen in Gräbern und von Privatpersonen, die naturalistischer Speckrollen, hängende Brüste und dicke Bäuche zeigen. Das liegt an den sozialen Merkmalen, die sich in Abhängigkeit von der Gesellschaft definieren und in einem ständigen Wandel befinden. Die männliche Renaissance-Mode mit enganliegenden Beinkleidern stellt auch gewisse Anforderungen an schöne Beine. Ergrautes Haar ist seit dem späten 20. Dennoch fällt es uns nicht leicht, uns von unserem persönlichen oder von einem gesellschaftlichen Schönheitsideal zu lösen. Jahrhunderts orientierten, und auch Korsett und Reifrock (diesmal als Krinoline) – also die übersteigert weibliche Sanduhr-Figur – kamen in etwas anderer Form wieder in Mode. [44] Auf den Barockmaler Peter Paul Rubens, der berühmt ist für seine Darstellungen kräftig gebauter Frauen mit üppig überbordenden Rundungen, geht die Bezeichnung „Rubensfigur“ zurück; in späterer Zeit wurden auch die sogenannten „barocken Formen“ sprichwörtlich. Deren bis heute anhaltender Rückgang, im Konkurrenzkampf mit den USA, wurde damals offensichtlich. In der griechischen Klassik hatte der ideale Körper harmonische Proportionen und sollte weder zu dick noch zu dünn sein. Leonardo da Vinci: La Belle Ferronière, ca. Wenzel Hollar: Ein Englische von Adell (sic), um 1650. Jahrhunderts setzt eine aus Amerika importierte sportliche Bewegung ein, durch die nach und nach ein grundlegender Wandel in der Wahrnehmung des Körpers einsetzt. Dynastie, etwa 1353 bis 1336 vor Chr. zu werden. Uns ist es wichtig, dass schon junge Menschen lernen, Stereotype und einseitige Schönheitsideale zu hinterfragen – um ein stärkeres Selbstwertgefühl und eine positivere Einstellung zum eigenen Aussehen zu entwickeln. Doch spricht vieles dafür, dass derart ausladende und kräftige weibliche Figuren eher ein individuelles – oder vor allem für Flandern und die Niederlande geltendes – Ideal waren, und keineswegs als allgemein geltendes Schönheitsideal gelten können, da andere Maler der Zeit, wie Guido Reni, Domenichino, Poussin, van Dyck, Peter Lely u. a., deutlich schlankere, wenn auch nicht 'magere', Damen malten. Ein Zitat zb. Essstörungen 4.3. Damals färbten sich auch Frauen in Berlin-Wedding das Haar weißblond oder zupften sich die Augenbrauen streichholzdünn, um ihrem Ideal von weiblicher Schönheit, Marlene Dietrich, näherzukommen. 1820 fast nur noch unauffällige dunkle Farben[69]. das Gewicht) im Vergleich der Kulturkreise und Epochen zum Teil erheblich. So unterschiedlich heute die Vorstellungen rund um den Globus sind, eines haben viele Menschen auf der Welt gemeinsam: Sie sind geradezu besessen davon, schön zu sein oder zu werden. Kein Wunder, dass es nur wenigen Menschen egal ist, ob sie schön sind oder nicht. Jahrhundert gab es mehrere Porträtsammlungen schöner Frauen, in denen die Ideale der Zeit vorgeführt wurden, so die Galerie schöner Hofdamen Ludwigs XIV. Symmetrie wird als schön empfunden und ist gleichzeitig ein medizinisches Indiz für Gesundheit. Dynastie, ca. Insbesondere Körpermodifikationen sind häufig gar nicht oder nur schwer umkehrbar, nicht ohne gesundheitliche Risiken und können auf Dauer zu gesundheitlichen Schäden (z. [50] Bei allen Beispielen handelte sich allerdings immer und ausschließlich um Bilder adeliger Damen aus einem höfischen Umkreis, es ging dabei nicht nur um ideale Schönheit, sondern auch um den sozialen Status und die Vornehmheit der Betreffenden. 1550–1610/20) setzt man bei beiden Geschlechtern allerdings tatsächlich wieder mehr auf hohe schlanke Silhouetten[42] – trotz wattierter und ausgestopfter Ärmel, Hosen und Bäuche. Ab dem frühen 18. Eine tolle Optik ist viel wert, sollte aber nie die Quelle Nummer eins für Selbstliebe und Selbstwert sein. 1720–1790) mit gewissem Recht als puppenhaft bezeichnet und mit den Figuren des Meißner Porzellan verglichen werden. Weltweit als geradezu mythische Schönheit gefeiert und als Vorbild entsprechend einflussreich war vor allem die „göttliche“ Greta Garbo. Und doch erklären sie oft nur unzureichend, was wir als schön empfinden. Dennoch seien seine Patienten nicht daran interessiert, in erster Linie einem Schönheitsideal nahe zu kommen: "Sie wollen sich vor allem wieder frischer fühlen, wollen wieder eins sein mit ihrem Körper.". Duke of Buckingham, 1625. Jhdt. Zunächst wirkt es so, als ob Schönheitsideale verschiedener Zeiten und Kulturen grenzenlos wandelbar und vor allem unterschiedlichen Moden unterworfen wären. Die alten Ägypter zum Beispiel standen auf dünn und ganz viel Schminke. Tizian: Junger Mann, sogenannter Engländer (? wurden z. Die Meinungen darüber mögen auseinandergehen, dennoch finden sich in jeder Epoche vorherrschende Schönheitsideale. Wer sich jedoch ein Ideal sucht, das so etwas wie das optische Gegenteil seiner selbst ist, für den ist das eigene Unglücklichsein vorprogrammiert. Sie transportieren oft eine viel weiter gefasste soziale Botschaft, wie etwa die Zugehörigkeit zu einer sozialen Klasse, einer ethnischen Gruppe oder einem bestimmten Initiationsjahrgang oder haben rituelle oder religiöse Bedeutung. Schönheit funktioniert. Aber schauen wir mal zurück… Gebräunte Haut etwa, die in Europa von jeher ein Zeichen von Unterprivilegierung war und mit körperlicher Arbeit unter freiem Himmel assoziiert wurde, wurde in den 1960er Jahren zum Schönheitsattribut, als die besser verdienenden Kreise das Mittelmeer als Urlaubsziel entdeckten. Im Gegensatz zu den Frauen und zu anderen Epochen (Gotik/Frührenaissance, 19. Psychische Störungen 6. "Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet" - das wusste schon Dichter und Autor Christian Morgenstern. Soll heißen: Menschen, die schön sind, haben durch ihr Aussehen Vorteile – nicht nur beim Flirten, auch im Job oder in der Supermarkt-Schlange. Als Ideal galt (und gilt) also oft genau das, was als besonders und typisch männlich oder weiblich gilt. Jahrhunderts v. Chr. Neben diesen weiblichen Ikonen der Schönheit spielte gerade im (Hollywood-)Film auch männliche Schönheit und/oder Attraktivität eine wichtige Rolle und prägte den Zeitgeschmack, der sich dabei insgesamt allerdings als wesentlich konstanter oder einseitiger zeigte. Andererseits gab es in den USA und Europa noch nie so viele übergewichtige Personen wie zu Beginn des 21. Diese gehört zum sogenannten Manierismus, der ein Ideal von schlanken Körpern mit überlangen Gliedmaßen (Hals, Arme und Beine) vertrat (siehe auch: Bartholomäus Spranger, Hans von Aachen). Prinzessin Nofret (Ehefrau des Rahotep), 4. Frauen tragen unter ihren langen Röcken sogar hohe Chopine (eine Art Kothurn) um größer und schlanker zu wirken. An männlichen Idealfiguren gab es verschiedene Typen: einerseits den jugendlichen Athleten, wie er im Extrem von Herkules oder auch vom Kriegsgott Ares/Mars verkörpert wird; aber auch etwas ätherische, feine Typen, wie man sie in Bildnissen des Apollon oder des jugendlichen Ganymed darstellte. Auflage 2011, S. 29–30. Umso schlimmer empfand die damals 19-Jährige ihren Verlust. Magersucht soll es auch schon im Alten China gegeben haben und aus dem 19. Für eine Frau im sonnenreichen Asien gibt es nichts Schlimmeres als ihren hellen Teint zu verlieren. Nach 1790, also ab der französischen Revolution, und im frühen 19. Dezember, 2009. [61] Der Erbauer der zweiten Pyramide von Gizeh ist mit schlankem muskulösem Körper dargestellt und trägt den klassischen ägyptischen Lendenschurz und einen künstlichen Königsbart. Doch nun wurde die Damenmode selber griechisch,[57] und das Erscheinungsbild besonders der Frau so natürlich wie seit Jahrhunderten nicht mehr. Weibliche Schönheitsideale haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder verändert. Ich begriff, dass es das Gesamtkonzept ist, was die Ausstrahlung und den Charme einer Person ausmacht." Ausgelöst durch Filmschauspielerinnen wie Joan Collins oder Jane Fonda entstand in der westlichen Welt seit den 1980er Jahren auch eine Tendenz, dass Frauen, die über 40 oder 50 sind, nicht mehr unbedingt als alt eingestuft werden (wie zuvor), sondern immer noch attraktiv und schön sein können; dass dies teilweise eine gewisse Disziplin (Diäten, Sport), und Tricks (Haarefärben, Make-up) erfordert, und dass es natürliche Grenzen gibt, liegt auf der Hand. Jahrhundert hat kurzes Haar und häufig einen vornehm gestutzten Bart (sogenannter Henri IV.-Bart, oder Kombination aus Schnurr- und Kinnbart) – wegen der modernen hochgeschlossenen Halskrausen wäre ein allzu langer Bart kontraproduktiv. Zwei der angesprochenen Projekte haben wir uns genauer angesehen: Die Thematik und das Ziel der Arbeit 2. Die Frauen werden meist mit großen Brüsten und Gesäß, weiten Hüften und dicken Bäuchen dargestellt und daher immer wieder als als Beleg dafür herangezogen, dass Übergewicht in der europäischen Frühgeschichte zum weiblichen Schönheitsideal gehört habe. zu der Gruppe möglicher Partnerinnen bzw. Erst im Spätmittelalter (14.–15. Darstellungen der griechischen Göttin der Schönheit und Liebe Aphrodite können als Verkörperung eines klassischen Ideals gelten. Gerhard Hoyer: Die Schönheitengalerie König Ludwigs I., Schnell und Steiner, 7. Die ideale männliche Figur hatte breite, sehr aufrechte Schultern (die oft ausgestopft und optisch verbreitert wurden); eine nach vorne geschwellte Brust; eine sehr schmale Taille, die geschnürt (!) Erst gegen Ende des Jahrhunderts tauchen im Werk von Paul Gauguin, der Jahre seines Lebens in Peru, auf Martinique und in Polynesien lebte, Frauen aus völlig anderen Kulturen mit dunkler Haut auf, die auch als schön dargestellt werden. [39][40][41] Sie wurde auch zu einer Muse der französischen Kunst in der Schule von Fontainebleau. Der elegante burgundische (oder französische) Mann trug das Haar in einer Art 'Topfschnitt' sehr kurz, an den Seiten über den Ohren und teilweise auch im Nacken ausrasiert. Und weil wir selbst gerne so viel soziales Kapital hätten, mühen wir uns ab, diesem Ideal selbst möglichst nahe zu kommen. Eine allgemein gültige Definition, was gut ist und was böse, gibt es nicht. So ist z. Jahrhundert. Gerhard Hoyer: Die Schönheitengalerie König Ludwigs I., Schnell und Steiner, 7. Rubens: George Villiers, 1. [28] Junge unverheiratete Frauen trugen ihr Haar gewellt, geflochten oder hochgesteckt. Nach dem Ende der Glanzzeit von Hollywood spätestens 1970 suchte und fand die Welt der Schönheit ihre Vorbilder auch in der Welt der Aristokratie und des internationalen Jetsets mit Frauen wie Soraya, der Exkaiserin von Iran, oder der monegassischen Prinzessin Caroline, die beide zumindest aus einer nordeuropäisch-deutschen Perspektive halb-exotische Modelle darstellten, die das Ideal einer südländischen Mittelmeer-Schönheit mit Sonnenbräune fördern halfen – zusammen mit den italienischen Schauspielerinnen Gina Lollobrigida, Sophia Loren, Claudia Cardinale oder Ornella Muti. Im 19. Gerhard Hoyer: Die Schönheitengalerie König Ludwigs I., Schnell und Steiner, 7. An Statuen wie der Venus von Milo (dem römischen Pendant der Aphrodite) wird ersichtlich, dass ideale Frauenfiguren eher kleine, aber feste Brüste, dazu ein wohl geformtes Becken hatten. Kaiserin Sissi bewunderte jedoch auch die Schönheit anderer Frauen und legte sich eine ganze Kollektion von Bildern schöner Frauen an, darunter auch ihre Schwester „Néné“. Je nach Ort und Epoche gibt es große Unterschiede. Joan Crawford im typischen Flapper-Look, 1927, Nationalsozialismus: BDM-Mädchen bei einer Gymnastikvorführung, 1941. B. die modische Farbpalette für Männer seit ca. In der Mitte des 17. Einige der frühesten Darstellungen von Menschen sind die Frauenstatuetten des Jungpaläolithikums, die während der Späteiszeit über das gesamte damals eisfreie Europa verbreitet waren. [22] Bei den Römern waren während der Republik die Haartrachten zunächst etwas einfacher, später in der Kaiserzeit wurden zum Teil sehr komplizierte Frisuren[23] und auch goldblond oder rot gefärbtes Haar (bei Frauen) modern.[24]. Viele von uns haben den Wunsch erfolgreich und schön zu sein. Männliche oder geschlechtlich uneindeutige Figuren sind dagegen selten zu finden. Für alle anderen nicht.Wer schön ist, so behaupten Soziologen wie Marc Scheloske, der besitzt ein gewisses Kapital, das er gegen Freundschaften, Partnerschaften oder beruflichen Erfolg eintauschen kann. [31] Das Haar wurde kunstvoll hochgesteckt und im burgundischen Einflussbereich unter oft hohen und spitzen Hauben (Hennin)[32] verborgen, die die insgesamt hohe schlanke Linie noch betonten. Forschern zufolge lassen sich jedoch auch einige Gemeinsamkeiten finden. 1630 und 1790 zum großen Teil unbedeckt und ständig zu sehen waren.[47]. Menschen, die nicht dem jeweils vorherrschenden Schönheitsideal entsprechen, erleiden häufig Nachteile in Form von Diskriminierungen, die auch von anderen Faktoren wie etwa dem Geschlecht abhängen. Jahrhundert ein Zentrum der erotischen Aufmerksamkeit. Dies führte zum Teil auch zu einem Interesse an exotischer Schönheit, die jedoch meist in Form von reinen Fantasien, wie der Großen Harems-Odaliske von Ingres, dargestellt wurden und ein europäisches Schönheitsideal zeigen. Trotzdem füllen alle Menschen innerhalb kürzester Zeit diese abstrakten Begriffe mit Inhalten. Philippe Vignon: Mademoiselle de Blois und Mademoiselle de Nantes (Töchter Ludwigs XIV. Seit dem letzten Viertel des 20. Die Moden wechselten kaum. Heute kennen wir über 130 solcher Figuren, die bekannteste ist aber die Venus von Willendorf. warum gibt es überhaupt schönheitsideale? nach wie vor ein schlanker und wohlgeformter Leib, der jedoch nicht mager sein sollte, mit 'wohlgeformten' Schultern und Busen, und nach wie vor weiße Haut. Wir sind der Meinung, Hauptsache gesund sollte er sein und man sollte sich darin wohlfühlen. François Gérard: Porträt der Madame Récamier, 1805. B. aufgrund ihrer Hautfarbe von dieser Norm abweichen, sehen sich häufig dazu gezwungen, sich dieser mithilfe von Körpermodifikation anzunähern, beispielsweise um Diskriminierungserfahrungen zu entgehen. Was ist eigentlich schön? Jahrhundert immens, nahm allerdings bei den Frauen im Rokoko extreme Züge an, als auch noch Reifröcke (Panier) modern wurden, die die geschnürte Taille optisch winzig erscheinen ließen. Der Mann der Hochrenaissance (erste Hälfte 16. Und warum ist es unglaublich wichtig Schönheitsideale zu reflektieren? 1663–1665. Jedenfalls ist seit dieser Zeit vor allem Blond so modern und verbreitet, wie (vermutlich) selbst in der römischen Antike und der Renaissance nicht. [36] Und sie fand einen Partner, der diese Ansicht mit ihr teilt.Auch für Dr. Friedrich Pullmann ist Schönheit nicht identisch mit körperlicher Perfektion: "Schönheit ist für mich vor allem Ausstrahlung und Charakter." Auf Instagram tauchen wir täglich in den Strudel der Schönheitsideale ein. Wer einmal in der richtigen Schublade – sprich in der Kategorie 'schön' – gelandet ist, hat einen großen Stein in unserem Brett. Hinzu kommen gesundheitliche Überlegungen und emanzipatorische sowie revolutionäre Bestrebungen, die das ganze 20. B. genauestens auf ihre entsprechenden Vorzüge 'inspiziert' und von den berühmten Briefschreibern und Biographen der Zeit beschrieben, u. a. von Liselotte von der Pfalz. trugen sehr oft Uniformen, die auch in der Taille leicht geschnürt waren. Schönheit ist im Prinzip ein Gefühl - ein Truggefühl - ein empfinden (Schönheitsempfinden). Dies wurde – neben der „Blond und Blauäugig“-Ideologie – zwischen 1933 und 1945 auch von den Nationalsozialisten sehr propagiert und sollte sich besonders in der zweiten Jahrhunderthälfte durchsetzen und zu einem bestimmenden Ideal werden. Mit dem Fortschreiten der Globalisierung breitet sich das westliche Schlankheitsideal weltweit derzeit immer stärker aus. Hatte bisher Vollkommenheit eine große Rolle gespielt, kamen nun körperliche Präsenz und sinnliche Ausstrahlung stärker zum Tragen. Zu diesem Schönheits-Typus gehörte vor allem auch die Schauspielerin Audrey Hepburn, die jedoch gleichzeitig einen Sonderfall darstellte, weil sie von Natur aus überschlank, ja beinahe 'mager', war, nur einen kleinen Busen besaß und knochige Schultern hatte. Doch nach der Jahrhundertwende (im Grunde jedoch erst nach 1910) kommt zunächst das Korsett langsam außer Gebrauch, nachdem schon lange von Ärzten auf gesundheitliche Folgeschäden hingewiesen worden war. (Kairo). Die Frage ist nur warum? Die Bewegung zeigt: Wir leben im 21. Jahrhundert vor Chr., Louvre. Eine Welt – viele Schönheitsideale Der Goldene Schnitt fürs Gesicht, Berechnungen zum Verhältnis von Körpermaßen, der optimale BMI: „Formeln“ für Attraktivität gibt es viele. Schluss damit! Im Barock liebte man langes lockiges Haar, sowohl bei Frauen, als auch bei Männern. warum sind manche menschen/völker so extrem was schönheitsideal angeht? Weibliche Attraktivität wurde und wird in den meisten Gesellschaften mit einem wohlgerundeten Körper und vollen Hüften in Verbindung gebracht. ), 1. Schönheitsoperationen 5.2. Schönheitsideale und Körperformen im Wandel der Zeit. Soll heißen: Menschen, die schön sind, haben durch ihr Aussehen Vorteile – nicht nur beim Flirten, auch im Job oder in der Supermarkt-Schlange. [7] Dazu gehören u. a. Schönheitsoperationen wie Nasen- und Augenlidoperationen, Hautaufhellung und das künstliche Glätten von Afro-Haar mithilfe von hautschädigenden Chemikalien. B. Kaiser Franz Joseph I.) Jahrhundert wurde das Ideal bei Frauen und Männern ausgesprochen schlank und elegant, was von der Mode auch betont wurde durch schmale Taillen, enggeknüpfte Gewänder und bei den Herren durch lange enge Beinkleider, die vor allem vom jungen Mann wohlgeformte Beine erforderten (der Unterleib der Frau war ja unter dem weiten Rock nicht zu sehen). Physorg, 16. Denn die sind veraltet. Der Schönheitsaufwand war also bei Männern und Frauen im späten 17. und gesamten 18. Die großen Unterschiede bei der als ideal geltenden Körperfülle werden manchmal mit dem jeweils unterschiedlichen Nahrungsangebot erklärt: Wo die Versorgungslage unsicher sei, werde Fett zum Statussymbol. Jahrhundert) war auch gelocktes, langes Haar ein Attribut des schönen, jungen Mannes, genauso wie helle Haut – aber weniger als Zeichen einer edlen, müßigen Lebensart als vielmehr in Anlehnung an die Engels-Gestalten in der religiösen Kunst. Es fällt außerdem auf, dass keine Galerien 'schöner' Männer bekannt sind, stattdessen hatte z. Joshua Reynolds: Augustus Keppel, 1749.